Nachtrag zum Rettungspaket
14. October 2008 von helmut
Dies hat auch wieder nichts mit barrierefreien PDFs zu tun, ist aber noch ein Nachtrag zum Rettungspaket der Bundesregierung.
Soweit ich das überschauen kann hat die Regierung ja vor, sich an Banken zu beteiligen und Banken Sicherheiten für Kredite zu geben.
- Über diese beiden Vorhaben muss jeweils irgend jemand entscheiden
- D.h. bei einer Beteiligung müssen ein oder mehrere Regierungsvertreter aktiv die Bank überwachen. Wie gut dies funktioniert, haben wir ja z.B. bei der KfW gesehen - eine Staatsbank, die Abschreibungen in Milliardenhöhe tätigen musste.
- Die Regierung bezeichnet also etwas als Rettungsmaßnahme, was uns in den vergangenen Wochen tiefer in die Krise hineingezogen hat –> tooler Plan.
- Über die Vergabe von Sicherheiten für Kredite muss auch jemand entscheiden. Dies bedeutet Einstellung von regierungs(nahen) Mitarbeitern, Erstellung von Prozessen und Formularen, Überwachung, etc. Bei der Summe, um die es im Extremfall geht, müssen dies viele Mitarbeiter sein. Die werden doch dauerhaft in ihrer Postition bleiben
- Die Regierung reagiert also mit Rettungsmaßnahmen, die erst einmal nur die dauerhaften Ausgaben steigern und verbrennt einen Teil des Geldes dadurch direkt. Für die Bildung ist aber nur ein winziger Geldbetrag da –> das ist doch ein Witz, aber leider der Ernstfall.
- Was passiert eigentlich, wenn das Rettungspaket nicht funktioniert, aber der Kreditrahmen ausgeschöpft wird? Das ist aus meiner Sicht nicht unwahrscheinlich.
Hat darauf irgendjemand aus dem Kabinett, Bundestag, … eine Antwort?
Schluss mit diesem Murks.
Und gerade bei SpiegelOnline gefunden: Nobelpreisträger Krugman wurde von Krise überrascht. Das wundert mich nicht …